CD Review "one step closer" - Rock It!
Sunday, 08 January 2012 00:00
Wäre der junge Bryan Adams nach einigen wilden Nächten in stickig verrauchten Blues-Clubs ins Studio gegangen, um eine Scheibe in der Tradition früher ZZ Top und Jimi Hendrix einzuspielen, dann wäre das Ergebnis wohl ähnlich ausgefallen ... Auf seinem sechsten Werk pflegt Paul Camilleri seine beiden großen Leidenschaften: Kompositorisch und von der Attitüde gibt er den straighten Rocker ab, der kompakte Songs mit starken Melodien zum Besten gibt. Diese stellt er in klassischer Trio-Besetzung auf ein mächtiges Blues-Fundament, das von seinem gefühlvoll singenden Gitarrenspiel geprägt wird. In der Schnittmenge von Blues und Melodic Rock überzeugt "One Step Closer" mit forschen, eingängigen Ohrwürmern wie dem Titelsong oder "Dance With Me". Vereinzelt eingestreute puristische Blues-Nummern wie "On My Own" sorgen für angenehme Abwechslung und verpassen diesem hörenswerten Blues-Rock-Album den letzten Schliff. (Martin Schneider)
CD Review "one step closer" - Eclipse
Sunday, 23 October 2011 16:43
Endlich hat es Camilleri auf den Punkt gebracht. Und zwar nicht für Andere wie Popa Chubby, Pete Brown oder Francis Rossi, sondern für sein eigenes Trio. Camilleri gilt seit Jahren als eines der grössten Talente auf dem Scheideweg zwischen Classic Rock und Blues. Bei „One Step Closer“ ist er die entscheidenden Schritte näher an ein perfektes klassisches und nachhaltiges bluesiges Rockalbum herangekommen. Keines der zwölf Stücke fällt negativ auf, keins will man per fernbedienung wegdrücken. Hier passt alles. Camilleris Gitarrensounds brennen und rauchen wie auf dem Coverfoto und sein Gesang vermittelt Wärme und Authentizität. Die Kompositionen fühlen sich zwar manchmal wohlbekannt an, haben aber immer die nötige Distanz zu den vermeintlichen Originalen von ZZ Top bis Led Zeppelin. Seine Band, bestehend aus Roland Sumi am Bass und Tom Beck an den Drums, wirkt routiniert und findet stets die richtige rhythmische Antwort auf die Vorgaben des Chefs. Ohne Zweifel ist das sechste Studiowerk das bisher beste des im Libanon aufgewachsenen und in der Schweiz lebenden Briten.



